OpenAI testet Anzeigen in ChatGPT! Erfahre alles über das neue Werbemodell, die Auswirkungen auf SEO & GEO sowie Strategien für Marketer. Jetzt lesen!
Die Gerüchteküche brodelte seit dem Launch von GPT-4o, nun ist es offiziell: OpenAI öffnet die Tore für Werbetreibende. In den USA startet der Testlauf für Anzeigen in den Tarifen Free und Go. Was auf den ersten Blick wie ein Standard-Monetarisierungsschritt aussieht, ist für die SEO-Branche ein tektonisches Beben.

Bisher war SEO ein Spiel der Algorithmen, die Webseiten indexieren. Mit der Einführung von Anzeigen in ChatGPT verändert sich das Spielfeld:
Die Einführung von Anzeigen ist ein zweischneidiges Schwert. Einerseits bietet es Marken eine neue, hochkonvertierende Platzierung. Andererseits könnte es den Traffic für Publisher weiter verringern, wenn die KI den Nutzer direkt zu einem Advertiser leitet, statt auf eine organische Quelle zu verweisen.
Wir müssen uns darauf vorbereiten, dass Generative Engine Optimization (GEO) nun eine bezahlte Komponente bekommt. Der Fokus verschiebt sich: Es geht nicht mehr nur darum, erwähnt zu werden, sondern in der direkten Interaktion mit dem User stattzufinden – entweder durch exzellenten organischen Content oder durch strategisch platzierte Ads.
Hier sind die drängendsten Fragen zum neuen Ad-Modell von OpenAI:
Nein. OpenAI stellt klar, dass Anzeigen die Antworten von ChatGPT nicht beeinflussen. Die KI wird weiterhin versuchen, die objektiv hilfreichste Antwort zu geben. Anzeigen werden visuell getrennt und als „gesponsert“ markiert.
Aktuell wird das Feature in den USA für angemeldete, erwachsene Nutzer in den Tarifen Free und Go getestet. Nutzer von Plus, Pro, Business und Enterprise sehen weiterhin keine Werbung.
Ja, aber mit einem Kompromiss. OpenAI bietet die Option, Anzeigen im Free-Tarif zu deaktivieren, im Austausch für ein geringeres tägliches Limit an kostenlosen Nachrichten.
Das Targeting basiert auf dem aktuellen Thema der Konversation, dem Chatverlauf und früheren Interaktionen mit Anzeigen. Es findet jedoch kein Datenaustausch persönlicher Chats mit den Werbetreibenden statt.
Ja. Anzeigen erscheinen nicht bei sensiblen oder regulierten Themen. Dazu gehören physische und psychische Gesundheit sowie politische Inhalte. Auch Nutzer unter 18 Jahren sind vom Test ausgeschlossen.
Kurzfristig nichts, langfristig viel. Wir müssen beobachten, wie hoch die Akzeptanz der Nutzer für diese Ads ist. Marken sollten prüfen, ob sie am Beta-Programm für Advertiser teilnehmen können, um frühzeitig Daten über Konversionsraten in dialogbasierten Oberflächen zu sammeln.
Fazit:Wir stehen am Anfang von „Search 2.0“. Die Trennung zwischen Information und Kommerz wird in einer KI-Oberfläche feiner, aber auch potenziell effektiver. Für SEOs heisst es jetzt: Testen, Beobachten und die Content-Strategie auf den Dialog-Modus anpassen.
MP Digital